Pop-Art Kunst mit Moira Musio
Die Pop-Art Kunst entstand in den 1950er in Großbritannien und der USA, in den 1960er kam dieser Trend dann auch nach Europa.
Pop-Art nennt man auch Kunst des Alltags, da viele Motive aus der Alltagskultur, der Welt des Konsums und den Massenmedien entnommen wurden.
Andy Warhol ist wohl einer der bekanntesten Pop-Art Künstlern, die man kennt. Mit seinen über 223 veröffentlichen Gemälden, auch einer der aktivsten zu seiner Zeit. Viele kennen sicher das Bild von der Tomaten Dose oder von Marilyn Monroe.
Inzwischen hat sich die Pop-Art Kultur auch verändert und es sind neue Künstler zum Vorschein gekommen.
Eine davon ist Moira Musio, die junge 29-jährige Zürcher Künstlerin. Sie ist zurzeit
«Der neue Stern am Pop-Art Himmel» (Blick.ch).

Ihre künstlerische Ader hatte sie schon von klein auf. Sie malte lieber bei ihrem eigenen Kindergeburtstag in ihrem Zimmer, als den Kindern im Wohnzimmer bei ihrer eigenen Geburtstagsparty beizuwohnen. Auch die Schule interessierte sie nicht wirklich, «wieso sollte ich lernen und zur Schule gehen» (Moira Musio).
Aus diesem Grunde besuchte sie verschiedene Schulen, bis ihre Eltern erkannten, dass es besser ist, sie in eine Kunstschule zu schicken, um ihre Begabung zu fördern. Moira entschied sich später jedoch für eine Lehre im Detailhandel und versuchte in dieser Zeit sich den Weg zur Selbständig zu ebnen. So erlebte sie einen ständigen Wechsel von Job zu Job. Ihre Motivation und Ziel zur Selbstständigkeit und in die Unabhängigkeit bekam sie als Vorbild von ihrem Vater mit, der selbst ein erfolgreicher Unternehmer ist.

Ein neuer Lebensabschnitt
Als dann leider vor 3 Jahren ihr treuer Vierbeiner verstorben ist, sah sie plötzlich die Zahl 42 mehrfach vor Augen. Diese Zahl war von nun an, immer wieder präsent und gab ihr einen positiven Flow. Immer wenn was (gutes) passierte, erschien ihr die Zahl 42. Eines Tages als sie mit ihrer ehemaligen Chefin einen Streit hatte und in diesem Moment auf die Uhr schaute, sah sie die Zahl 42. So zögerte sie keinen Moment und entschloss sich sofort das Word aufzumachen, um die Kündigung zu schreiben. Noch am selben Tag legte sie der Chefin ihren Entscheid auf den Tisch.
Somit begann der neue Abschnitt in Moiras Leben als Pop-Art Künstlerin, genauer gesagt im Oktober 2019. Sie hatte danach einen Monat Zeit, sich für ihre erste Ausstellung im November vorzubereiten. Am Anfang hatte sie noch gewisse Bedenken, ob überhaupt jemand an ihrer Kunst interessiert sei. Auch in diesem Moment schaute sie auf Ihre Uhr und es stand erneut die Zahl 42 auf ihrem Display. Also los «go for it», dachte sie sich.
Ihre Inspiration holte sie sich mit dem Doku Film von Niki de Saint Phalle, wie deren Werdegang und die Kunst entstand. Da Moira seit Kindheit eine enge Verbindung zu Disney Filmen und deren Charakteren hatte, wollte sie unbedingt den Micky Mouse Kopf mit herunterlaufenden Farben malen. Dies war gewissermassen der Grundstein für ihre Karriere. Über Nacht ging das Bild auf Instagram viral, und die ersten Kundenaufträge liessen nicht lange auf sich warten.
Die erste Ausstellung
Auch ihre erste Ausstellung im November 2019 im Jade war restlos ausverkauft und ein schöner Erfolg. So konnte Moira ab dem ersten Tag sozusagen von ihrer Kunst leben. Sie liess sich aber nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen, sondern investierte viel Zeit in ihr eigenes Marketing, indem sie auch grosse Firmen oder renommierte Ateliers etc. anschrieb, um sie von einer Zusammenarbeit zu begeistern und überzeugen.
Das Resultat von Moira Musio Pop-Art Bildern, kann man nun im Hotel Mama in Zermatt VS und in der Kaiser-Galerie in Hamburg (D) bestaunen. Die Marke Porsche konnte sie für ihren Kunststil begeistern und darf ihre Kunst auch im Pop Up Store an der Zürcher Bahnhofstrasse bei mehreren Vernissagen ausstellen. Weitere Projekte sind in Planung.
Bald steht eine Reise nach Dubai an um Ihre Bilder in einer Galerie im Wüstenstaat auszustellen und neue Leute zu begeistern um weitere Kunden zu gewinnen und ihre Werke bekannt zu machen.

Moira im Atelier
Angekommen im Atelier von Moira in Glattbrugg. Sieht man förmlich die Kreativität die im Raum liegt. Überall liegen oder hängen fertige oder angefangene Werke von ihr, darunter nicht nur Gemälde sondern auch Kleidung verschönert Moira mit ihrer Kunst. Mit dem mitgebrachten Schwarzlicht wirkt der ganze Raum nochmals viel farbenintensiver und bringt ihre Kunst noch mehr zum Ausdruck.
Neben dem Micky Mouse hat Moira auch diverse andere Sujets wie Rolex oder Patek Phillip Uhren die sie gekonnt mit Farbspritzern, Striche oder herunterlaufenden Farben veredelt. Auch von Film Charakteren oder Sprüche aus dem Alltag macht sie keinen Halt. Champagner Flaschen in limitierter Auflage oder auch Uhren hat sie schon mit ihrer Kunst verschönert. Die neuste Kreation, ein eigener Duft limitiert auf 42 Stück. Immer wieder kommen neue renommierte Marken oder Firmen zu ihr, um mit ihr eine Kooperation einzugehen. Bei meiner Frage wie es rechtlich aussieht mit zum Beispiel den Disney Motiven, antwortet sie mir mit einem Schmunzeln. Das schlimmste das passieren könnte, wäre eine Millionen Klage und für max. 6 Jahre Gefängnis. Das Management und sie erhoffen sich natürlich, falls sie sich melden, eine Kooperation eingehen zu können. Was die Zukunft in dieser Sicht bringt, bleibt offen. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass Disney auf sie zukommen würde, ist relativ klein, da sie nicht die erste Künstlerin ist die Disney Motive verwendet für ihre Kunst.
Fazit:
Moira ist eine sehr liebenswerte und offene Person und hat mich bei ihren Besuchen jedes Mal herzlich empfangen. Bei meiner rechtlichen Recherche habe ich herausgefunden, dass es laut dem Urheberrechtgesetz Artikel 3 sich um ein Werk aus zweiter Hand handelt. Solange die Sujets die originalen Motive nicht ins schlechte Licht rücken sollte auch nichts passieren. Die ganze Pop-Art Kunst lebt ja sozusagen genau von diesen Motiven und macht diese Kunst schlussendlich auch aus. Es hat mir Spass gemacht über das Thema Pop-Art und vor allem über Moira Musio zu berichten und sie und ihre Kunst dir näher zu bringen.












