Dir z` lieb – die etwas andere Charity organisation
Eine bunt durchmischte Gruppe aus Zürich, die mit Herzblut versucht, unserer schönen Welt durch ihre Events etwas zurück zu geben. Wie auch Du trinken, tanzen und dabei noch Gutes tun kannst erkläre ich Dir hier. Machs Dir z‘lieb!
PROJEKTINFOS
Die Welt lässt sich nicht an einem Tag ändern, das war Robin, Cem, Antonello, Nico und Olivier, die als Gründer von Dir z’lieb das Kernteam bilden, bewusst. Aber mit wundervollen Events, wo zahlreich zusammen gekommen wird, kann etwas bewirkt werden. Trinken, tanzen und dabei noch Gutes tun, hört sich nicht nur gut an, der Plan scheint auch zu funktionieren und ihr Konzept aufzugehen. Seit der Gründung im Oktober 2019 und durchschnittlich CHF 3’000.00 Spendengeldern, die pro Event zusammen kommen, konnten sie mit Ihren Drink to make a Change Events bereits rund CHF 50’000.00 erwirtschaften und zahlreiche Hilfsorganisationen damit unterstützen. Auch das Dir z’lieb Team hat mit Dominique, Eric und Rocco Zuwachs bekommen und zählt nun acht Mitglieder. Alle zu 100 % comittet, da sind sie sich einig.

How to – Drink to make a Change
Es ist Samstag, der 8. Juli 2023, 15.00 Uhr und ich begleite Dir z’lieb heute zu einer ganz speziellen Ausgabe ihrer Drink to make a Change Events. Als Hosts des diesjährigen Letten Fests darf man den heutigen Event zu einem ihrer Jahreshighlights zählen. So befinden wir uns auch nicht wie üblich in ihrer Homebase «Tali» (Talackerbar in Zürich), sondern im GUMP, am oberen Letten. Die Temperaturen steigen und trotz des Badewetters und dem Letten Bad gleich nebenan ist die Location schnell gefüllt. Die passenden Klänge dröhnen aus den Bässen und animieren zum Tanzen. Für das musikalische Verwöhnprogramm sorgen heute fünf verschiedene DJs und DJanes, darunter auch Dominique und Robin als «FezzyFezz» und «Robin Van Loxley», aus dem Dir z’lieb Team. Als Residents legen sie regelmässig selbst Hand an und beweisen ihr Fingerspitzengefühl hinter dem Mischpult. Wer hier an den Reglern dreht, tut dies „all Volunteer“. Alle DJs und DJanes supporten vollumfänglich das Konzept von Dir z’lieb und erhalten keine Gage für ihren musikalischen Beitrag. Sie tun es eben „Dir z’lieb!“ Zusammen getrunken haben wir an den vergangenen Drink to make a Change Events auf das Wohl der vier Pfoten und die Mutter Natur. Dabei kamen insgesamt CHF 6000.00 zusammen und die Projekte «Save the Dogs» aus Bosnien sowie «Wasteless World» aus Panama wurden damit unterstützt. Heute geht der Gesamterlös an «Buy Food with Plastic». Das Zürcher Projekt bekämpft gleich zwei Probleme der Welt auf innovative Art: das Plastik- und zeitgleich das Hunger-Problem. Die Stimmung ist heute wieder bombastisch! Ganz nach dem Motto «gemeinsam die Welt verschönern», sieht diese wirklich gerade etwas schöner aus. Ich halte es auf meiner Kamera fest, bevor ich mich dann ebenfalls ins Getümmel stürze, mir einen leckeren Drink gönne und mich dann den verlockenden Beats hingebe. Mein Glück bei der Dir z’lieb Tombola habe ich dann auch noch versucht. Gefeiert wurde noch bis um 23.00 Uhr und CHF 3‘000.00 kamen dabei zusammen. Eine schöne Bilanz! Ich mache mich mit einem zufriedenen Lächeln, ganz vielen positiven Eindrücken und ein paar Dir z’lieb Sticker, die mich jetzt wohl offiziell zu einem Communitymitglied machen, auf den Heimweg.
Züri Nightlife goes Charity
Connected sind sie alle durchs Zürcher Nachtleben und Partylabels wie Terrazzza. Auf die Frage, wie Dir z’lieb gegründet wurde, antwortet Robin: «Wir sind alle älter geworden und haben uns gefragt, wie wir nebst dem klassischen Party machen etwas «Gutes» tun können und der Welt etwas zurückgeben.» Mit Ihren Drink to make a Change Events haben sie das Partymachen direkt mit der Wohltätigkeit verbunden. «Party machen wir ja sowieso immer, aber dass wir nun mit einem Nachmittag durch unsere Events, zum Beispiel Kinder in Guatemala helfen können, zur Schule zu gehen, gibt dem Ganzen einfach einen Sinn!», sagt Robin stolz. «Oder Bridges for Music!», fügt Dominique hinzu, sein persönliches Lieblingsprojekt. Dabei handelt es sich um eine Non Profit Organisation aus Südafrika, die junge Künstler, denen die Ressourcen fehlen, fördert und eine Plattform bietet, ihr Talent zu entfalten. Dir z’lieb wird nach dem klassischen Fussball-Verein Prinzip geführt. Die Hierarchien werden flach gehalten, aber die Aufgaben sind klar definiert und verteilt. So gibt es nicht den klassischen Vorstand, sondern jeder führt sein «Resort», wie sie es nennen. Cem als Treuhänder ist zum Beispiel für die Zahlen verantwortlich, Dominique hat den Lead für die Auswahl der Charity Organisationen. An anfallenden Aufgaben mangelt es nicht, so hat jedes Mitglied zwischen 10 h – 20 h Aufwand pro Monat, die sie ihrem Verein widmen und mit CHF 200.00 entlöhnt werden. Diese müssen auch vollumfänglich gespendet werden! «Das haben wir fest in unseren Statuten verzeichnet! Denn wir wollen zu 100 % Non-Profit sein!», sagt Olivier. Ihre Meetings finden regelmässig im Zweiwochen-Takt statt. Nebst ihrem Verein sind alle Vollzeit berufstätig. Deswegen sei es wichtig, dass die Aufgaben klar definiert und verteilt sind, erklären sie mir. Während der Meetings wird Protokoll geführt, um das Besprochene festzuhalten. Es wird der letzte Event diskutiert, die Zahlen dazu analysiert, Locations verglichen sowie die Charity Organisation, die als Nächstes unterstützt wird, vorgestellt.
«Wir sind dankbar für das Leben, das wir leben dürfen. Wir haben grosses Glück und leben in einem sehr privilegierten Land.»
Antonello (Dir z‘lieb, 2023)
Vo Züri – für di ganz Wält!
100 % des erwirtschafteten Geldes der Events fliesst vollumfänglich an Projekte, die sie sorgfältig prüfen und den direkten Kontakt pflegen. Grosse Hilfsorganisationen, wo das meiste Geld nicht nachverfolgbar ist, werden vermieden. Zu der Charity Auswahl kann sich jeder äussern. «Bei uns können sich alle melden und uns ein Charityprojekt empfehlen», sagt Robin. Dazu führen sie auch eine Excel-Liste, erklärt er mir. Die meisten Empfehlungen für die Projekte, die unterstützt werden, stammen deshalb aus ihrem Umfeld. Bei kleineren Institutionen sei auch einfach das Feedback da, findet Dominique und alle stimmen ihm zu. Das Miteinander steht bei Dir z’lieb an oberster Stelle. Denn nur gemeinsam kann ihrer Meinung nach Grosses erreicht werden. Auf seine Mitmenschen Rücksicht nehmen und sich gegenseitig unterstützen, um einen nachhaltigen und schönen Fussabdruck auf der Welt zu hinterlassen, sind hierfür das Motto. Die Drink to make a Change Events erfreuen sich an durchschnittlich 150-200 Besucher:innen, die gemeinsam für einen guten Zweck trinken, tanzen und eine gute Zeit haben sollen. Nach jedem Event wird die gesammelte Summe öffentlich auf Instagram und der Website verkündet. Stolz mit dem Check in der Hand folgt ein Dankeschön Video des unterstützten Projekts. So hat die Community einen direkten Bezug und können sehen, wen sie mit ihrem Besuch unterstützt haben. Das Ziel ihrer Mission: der Gesellschaft und benachteiligten Menschen etwas zurückzugeben.

„Wenn Du CHF 20.00 pro Tag zur Verfügung hast und ausgeben kannst, gehörst Du schon zu den 2 % der reichsten Menschen der Welt.“
Cem (Dir z‘lieb, 2023)
Reviews und Zuekunftsmusig
Dir z’lieb ist stolz auf seine Community und das starke Kollektiv, das entstanden ist. Die Bilanz zeigt 18 Events, die seit der Gründung stattfanden und damit auch 18 verschiedene Hilfsprojekte, die damit unterstützt werden konnten. Von Naturschutz über Kinderheime, Integrationshilfe, der berühmten Stiftung Theodora bis hin zu Kulturförderung in benachteiligten Gebieten und Tierschutzprojekten, um einige davon zu nennen. 2022 war für Dir z’lieb ein erfolgreiches Jahr, in dem CHF 20.000.00 gespendet werden konnten. Es konnte sich mit der Stadt Zürich vernetzt werden und ein grosser Event inklusive Marathon auf dem Kasernenareal gehostet werden. Unter dem Motto «Run to make a Change» kamen dabei CHF 10’000.00 Spendengelder zusammen. Ihr bisher grösstes Event, erklären sie mir. «Wir sind grösser geworden», hält Cem fest. Deswegen finden die Drink to make a Change Ausgaben nicht mehr nur in ihrer Homebase, der Talacker Bar, statt, sondern es werden auch andere Locations ausprobiert. Das Ziel ist es, den Verein laufend zu professionalisieren und die Community weiter auszubauen. Motivation und die Ideen sind da, die Umsetzung braucht immer ihre Zeit.
Ein Gipfel konnte dieses Jahr mit dem Arosa Electronica Festivals Ende März schon gestürmt werden. Ein weiteres Highlight war das Letten Fest. Das «Dir z’lieb – Baby», wie sie ihren Verein liebevoll nennen, soll weiterhin wachsen und das tut es auch.
Und wenn es das nächste Mal Drink to make a Change heisst:
Chum doch au!
Machs Dir z’lieb!














