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Sarah Baeriswyl

Body of movement

Eine Hommage an den Tanz. Tanzen ist Leidenschaft, Passion und ein Hauch von Magie. Es macht glücklich, gesund, sexy und attraktiv. Kaum eine andere Sportart verbindet Menschen derart miteinander. Aber warum tanzen wir eigentlich? Und was passiert in unserem Körper, wenn wir tanzen?

Ausdrucksstarke Tänzerin interagiert mit schwarzem Schal.
PROJEKTINFOS
Team:
Fotomodels
Luzia Hirt,
Andrea Baeriswyl,
Alicia Tritschler,
Andrea Moser
Semester (Modul):
1. Modul
Fachbereich:
Content Creation

Tanzen ist ein Hauch von Magie. Kaum eine andere Sportart verbindet Menschen derart miteinander und löst diese unglaublich wundervollen Glücksgefühle aus. Schon in der Steinzeit wurde getanzt, was das Zeug hält. Wir fühlen den Rhythmus, die Musik und plötzlich beginnt man ganz automatisch im Takt mitzuwippen. Es scheint fast so, als ob uns das Tanzen in die Wiege gelegt worden ist. Aber warum tanzen wir eigentlich? Und was passiert in unserem Körper, wenn wir tanzen?


Eine Hommage an den Tanz

Tanzen ist Leidenschaft, Passion, Anmut, Kraft, Ausdauer, Liebe, Sinnlichkeit, Feuer, Fulminant. Mal leise, mal laut. Ein Hauch von Magie. Es löst eine unglaubliche Faszination aus. Kaum eine andere Sportart verbindet Menschen derart miteinander und löst diese wunderbaren Glücksgefühle aus. Es spielt keine Rolle, ob Profitänzer*In oder blutige*r Anfänger*In. «Jeder Mensch ist als Tänzer*In geboren.» Genau, richtig gelesen «Jeder Mensch wird als Tänzer geboren, nur die Meisten verlieren das Talent im Laufe der Zeit.» (Annika Bangeter, 2019)

Bearbeitet Fly Away
Bearbeitet Im Flow

Aber warum tanzen wir eigentlich? Rein evolutionär gesehen macht Tanzen für uns Menschen gar keinen Sinn und doch lieben wir es zu tanzen. Es ist ein ganz natürliches Bedürfnis und tief in uns verankert. Schon in der Steinzeit wurde getanzt und in vielen alten Kulturen werden Geschichten damit erzählt und an die nächste Generation überliefert. Tanzen kann man als eine Sprache verstehen, die Gefühle und Emotionen ausdrückt.

Ein gutes Beispiel ist der indische Tanz (Christensen & Chang, 2018). Wir kennen ihn spätestens seit den unzähligen Bollywood Filmen. Eindrücklich sind die vielen verschiedenen Hand- und Fussstellungen, welche alle eine andere Bedeutung haben und mit den Kopf- und Augenbewegungen unterstrichen werden. Die Darstellungen in den indischen Tänzen handeln oft von Geschichten aus dem Alltagsleben, z.B. einer einfachen Bauernfamilie, aus der Natur oder es werden Probleme geschildert, Tiere getanzt, die Liebe verkörpert, Gottheiten verehrt, usw.

Bearbeitet Handgeste Aalapadma
Bearbeitet Indische Tänzerin

Der Spirit des tanzes

Wir fühlen den Rhythmus, die Musik und schon beginnt man im Takt mitzuwippen. Die Wissenschaft hat bis anhin noch keine schlüssige Antwort gefunden, wieso wir tanzen. Aber braucht es diese wirklich? Denn eines steht fest, Tanzen macht schlau, glücklich, sexy und insbesondere gesund. Wenn wir tanzen, löst es die Anspannung in unserem Körper und unseren Muskeln. Der Stress, Alltagsprobleme und der Druck fallen im Nu von unseren Schultern ab und man hat plötzlich eine ganz neue Sichtweise auf die Dinge. Und der kreative Gedankenfluss wird angekurbelt. Worauf wartet ihr noch?

«Ab auf die Tanzfläche und let’s dance»

Deshalb kommt es nicht von ungefähr, dass gerade bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder auch in der Traumatherapie spezielle Tanztherapien angeboten werden. Menschen mit Traumata verlieren den Zugang und Gespür zu ihrem Körper, da sie blockiert sind und in einem Angstmoment verharren. Die Muskeln sind total angespannt und starr. Hier kann tanzen heilend wirken, weil man Emotionen wieder fühlen und gegen aussen zeigen kann. Bei Depressionen hilft die Bewegung und sich bewegen, nebst medikamentöser Behandlung. Es beruhigt ungemein und man entspannt sich. Es macht fröhlich, glücklich und hebt unsere Stimmung an. Ja, tanzen ist für uns Menschen essenziell. Durch die Bewegung werden Muskeln stimuliert und wertvolle Botenstoffe freigesetzt, die die Gesundheit nachhaltig beeinflussen. Und es wird noch besser…

ein rausch der sinne

Wenn wir tanzen, stossen wir eine Menge Hormone aus, wie Dopamin, Endorphine, Serotonin, Oxytocin und Testosteron. (Vetter-Schams, 2020)

Dieser Mix wirkt aphrodisierend, stimmt uns fröhlich und es entsteht ein regelrechter Rausch. Suchtpotenzial inbegriffen. Ein ähnlicher Vorgang wie bei der Konsumation von Drogen geht im Körper ab, nur eben um ein Vielfaches gesünder. Aber das Allerbeste, wir können auf einfache Art und Weise einen potenzielle*n Partner*In finden. Denn die Hormone, die wir in diesem Prozess ausschütten, kommen nicht verfälscht rüber, sondern natürlich und wir können ausmachen, welches Immunsystem am stärksten ist und somit gut zu uns passt. Auf der Tanzfläche wirken wir attraktiv und sexy. (Christensen & Chang, 2018) Also liebe Singles auf Partnersuche, geht Tanzen. Da werden die richtigen Informationen unverblümt ausgetauscht. Und die Möglichkeit besteht seine*n Traumpartner*In für das Leben zu gewinnen.

«Auf der Tanzfläche wirken wir attraktiv und sexy.»

geboren um zu tanzen

Bearbeitet Kleinkind Am Tanzen

Tanzen ist Bewegung und Bewegung ist Lernen. Wenn wir als Babys das Licht der Welt erblicken, beginnt die grossartige Reise ins Ungewisse. Wir lernen unseren Körper zu bewegen. Am Anfang sind es ganz kleine Bewegungen, unser Tastsinn wird geschult und wir erkunden unseren Lebensraum. Es beginnt mit dem Kopf zur Seite drehen, Rollen, Krabbeln und immer ein Stück mehr, bis wir irgendwann die ersten Schritte auf unseren Füssen unternehmen. Ebenfalls spielt der Rhythmus eine zentrale Rolle in unserem Leben. Es startet mit dem eigenen Herzschlag sowie dem unserer Mutter. Das Pochen ist sozusagen der persönliche Beat, der uns ein Leben lang begleiten wird. Somit ist das Taktgefühl uns ebenfalls in die Wiege gelegt worden. (Bethge, P., 2018. Spiegel Wissenschaft)

Kein Quatsch, wir alle haben den Rhythmus im Blut und es ist eine sehr kleine Prozentzahl der Weltbevölkerung, die wirklich kein musisches Gehör hat. Hier liegt eine sogenannte Amusie vor. Spannenderweise findet man in der griechischen oder lateinischen Sprache keine separaten Wörter für Musik und Tanz. Es existiert nur ein einziges Wort, welches Musik und Tanz verbindet und beschreibt. (Christensen & Chang, 2018)

Der / Die Verlorene Tänzer*in in uns

Bearbeitet The Mood Of Dance

In Argentinien bspw. legt man nach Feierabend einen flotten Tango auf das Tanzparkett sogar mit seine*m/r Chef*In. Für die Argentinier ist es unvorstellbar nicht zu tanzen. Es gehört zum guten Ton und man würde komisch angeschaut werden, wenn man es nicht täte. Hier in den europäischen Ländern haben wir das Tanzen aus unseren Leben ausgeklammert (Christensen & Chang, 2018). Überspitzt gesagt, man tanzt nur zu besonderen Anlässen oder weil man es als Hobby ausübt. Ansonsten sitzen die meisten Menschen den ganzen Tag durch die Arbeit bedingt herum. Nach einem vollen Tag, kommen wir oft müde zu Hause an. Das Erste was wir gewöhnlich machen, wir lassen uns auf einen Stuhl fallen oder kuscheln uns gemütlich aufs Sofa.

Dabei lassen wir eine weitere wertvolle Gelegenheit verstreichen zu tanzen. Würde man es trotz Müdigkeit tun und gegen den inneren «Schweinehund» ankämpfen, bewirkt dies wahre Wunder. Sobald jemand zu tanzen beginnt, schauen wir fasziniert den Bewegungen zu. Wir sind gefesselt von der Anmut, dem Ausdruck und der Schönheit. In unseren nördlichen Breitengraden scheint es fast so, als dass wir das Tanzen ein wenig verlernt haben. In einer Vorstellung sitzen die meisten Zuschauer*Innen artig auf den Stühlen und unterdrücken den natürlichen Reiz im Takt mit zu schaukeln oder gar aufzustehen und zu tanzen (Christensen & Chang, 2018). Und dann gibt es da noch ein paar Ausreisser*Innen, die sich nicht mehr halten können, sobald die Musik einsetzt. Sie ernten schnell böse Blicke von rechts und links aus dem Publikum oder werden zumindest mit einem schrägen Blick bedacht.

Tanz der Symbiosen

Bearbeitet Pas De Deux

Es ist ein warmer Maitag in Zürich. Ich bin zusammen mit meiner Schwester und zwei Freundinnen am Tanzfest «Züri tanzt», einem Event der dem Tanz gewidmet ist. Man kann verschiedene Workshops und Crashkurse besuchen und unterschiedliche Tanzstile ausprobieren. Wir stehen mitten in einem Tanzsaal, zwischen ganz vielen Leuten, die wir nicht kennen. Es sind alle noch scheu und etwas zurückhaltend. Ein wenig aufgeregt, denn niemand weiss so genau, was in den nächsten 50 Minuten Kurs geschieht. Dann geht es plötzlich los. Die Tanzlehrer, eine Gruppe von Südafrikanern, betreten den Raum. Sie strahlen eine gebannte Energie und Lebensfreude aus, welche unglaublich ansteckend ist und schnell im Raum auf die Teilnehmer überschwappt. Es braucht nicht lange bis alle Teilnehmer schwitzend auf der Tanzfläche stehen. Wir tanzen einen Pantsula, einen südafrikanischen Tanz aus den Townships.

Der Tanzlehrer vorne zeigt die Schritte vor und gibt den Takt an. Er ruft laut auf Englisch «1,2,3…1,2,3… 1,2,3,4,5,6,7,8…» Der Tanz hat es in sich und es geht ganz schön zur Sache. Wir tanzen in einem Affentempo und kommen dabei so ziemlich ausser Puste. Um uns herum blickt man in lauter glückliche Gesichter und Alle lächeln fröhlich vor sich hin. Selbst die Teilnehmer*Innen, die zu Beginn skeptisch waren und sich ernsthaft überlegt haben, ob sie überhaupt am Kurs teilnehmen oder doch lieber das Weite suchen sollen. Wir brauchen nicht lange und schon nach den ersten Takten ist die Gruppe voller wildfremden Menschen eine Einheit. Im Gleichschritt tanzen wir nebeneinander, ausgelassen und völlig losgelöst. Es bereitet sich ein wohlig warmes Glücksgefühl im Körper aus, das förmlich im ganzen Saal spürbar ist.

«Wir Menschen lieben das Schwarmverhalten.»

Aber, was ist da geschehen? Etwa Magie? Nicht ganz. Es gibt eine ganz einfache Erklärung. Wir Menschen lieben das Schwarmverhalten. Wenn wir die Chance haben, gemeinsam als Gruppe zu interagieren und die gleichen Bewegungen ausführen zu können, dann sind wir richtig happy.

Ein gutes Beispiel dafür: Sitzt man im Theater in einer Vorstellung und jemand aus dem Publikum beginnt zu klatschen, geht es nicht lange und schon klatscht das gesamte Publikum begeistert mit (Christensen & Chang, 2018).

Bearbeitet Symbiose Im Tanz

Tanzen die perfekte sportart

Bearbeitet Handstand

«Dance is the hidden language of the soul of body.» (†Martha Graham)

Ok, zugegeben: Wichtig ist, dass wir uns überhaupt genügend bewegen und wenn man eine Sportart gefunden hat, die einem entspricht, sehr gut! Es gibt aber weitere Gründe, die für den Tanz als Sport sprechen, so beispielsweise die Verbindung mit Körper und Geist. Martha Graham (†), eine Tänzerin, die das klassische Ballett in den 1920er Jahren ordentlich auf den Kopf gestellt hat und die zeitgenössische Tanzszene aufmischte, formulierte es folgendermassen: «Dance ist the hidden language of the soul of body.»

Treffender hätte sie es nicht beschreiben können. Wir spüren unseren Körper intensiver, nehmen das Zusammenspiel der einzelnen Muskeln wahr und wir haben einen massgeblichen Zugang zu den persönlichen Gefühlen und Emotionen. Unser Gleichgewichtsinn wird geschult und die innere Mitte gefördert. Zusätzlich nimmt man eine bessere Körperhaltung ein. Dadurch stärkt sich das Selbstwertgefühl automatisch und wir treten selbstbewusster auf. Und der alles entscheidende Punkt, Tanzen ist gelenkschonender als eine herkömmliche Sportart.

Also, «darf ich bitten?»

Tanzt durch das Leben und denkt immer dran:

«Dance ist the closest thing to magic.» (Unbekannt)

Bearbeitet Die Magie Des Tanzens

Der Autor
Die Autorin

Mein Name ist Sarah Selma Baeriswyl.
Ich bin Content Creator, Eventmanagerin, Gastgeberin & leidenschaftliche Storytellerin. Seit dem Frühling 2024 studiere ich an der SAE Zürich Content Creation und Online-Marketing. Ich liebe es, Geschichten zum Leben zu erwecken und in spannend produzierten Content zu erzählen.

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